Richtwerte: sensible Kühllast je Nutzung
Die Kühllast eines Raums setzt sich aus äußeren Lasten (Sonneneinstrahlung, Außentemperatur) und inneren Lasten (Personen, Geräte, Beleuchtung) zusammen. Für die Vorauslegung haben sich nutzungsbezogene Flächenwerte bewährt – sie zeigen schnell, in welcher Leistungsklasse sich Ihr Projekt bewegt.
| Nutzung | Kühllast (Richtwert) |
|---|---|
| Wohnen (Schlaf-/Wohnräume) | 60–100 W/m² |
| Büro (Standard/Großraum) | 80–120 W/m² |
| Besprechung / dichte Belegung | 120–160 W/m² |
| Verkaufsfläche | 100–160 W/m² |
| Gastraum | 120–180 W/m² |
| Praxis | 90–130 W/m² |
| Hotelzimmer | 60–90 W/m² |
| Serverraum | IT-Last × 1,1 (kW-basiert) |
Vorauslegung angelehnt an VDI 2078; Zuschläge: große Süd-/Westverglasung +20 %, Dachlage +15 %. Verbindlich nach Aufmaß.
Vom Richtwert zur Anlage
Fläche × Richtwert ergibt die Kältelast-Bandbreite in Kilowatt. Daraus folgt die Systemklasse: Für 1–5 Räume sind Mono- und Multisplit-Anlagen wirtschaftlich, ab mehreren Zonen spielt VRF seine Stärken aus, oberhalb von etwa 25 kW oder bei Prozesskälte übernimmt der Kaltwassersatz.
Unser Bedarfsrechner führt diese Rechnung automatisch mit Ihren Objektdaten durch – inklusive Zuschlägen für Verglasung und Dachlage.

