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TASG Haustechnik
Gebäudeautomation · Wissen

PV-Überschuss für Wallbox und Wärmepumpe – Energiemanagement mit Home Assistant

Ein Energiemanagementsystem sorgt dafür, dass Solarstrom dort landet, wo er den meisten Wert hat: im Auto, im Warmwasserspeicher, in der Wärmepumpe – und erst dann im Netz. Mit Home Assistant als lokaler Zentrale, § 14a-Steuerbox und dynamischem Tarif wird aus Einzelkomponenten ein System.

TGA-Meister Gebäudeautomation

Preis-Anker (brutto, vor Förderung)

  • Smart Homeab 2.678 €
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Was ein Energiemanagementsystem im Eigenheim steuert

PV-Anlage, Speicher, Wärmepumpe und Wallbox werden meist nacheinander gekauft, von verschiedenen Firmen, mit je einer App. Jede arbeitet für sich: Der Wechselrichter speist ein, sobald der Speicher voll ist, die Wärmepumpe heizt nach Zeitprogramm, die Wallbox lädt mit voller Leistung, sobald das Auto steckt. Das Ergebnis sind Einspeisung für wenige Cent am Mittag und Netzbezug am Abend.

Ein Energiemanagementsystem (EMS) legt eine Entscheidungsebene darüber. Es kennt die aktuelle Erzeugung, den Speicherstand, die Prognose für die nächsten Stunden und den Strompreis und verteilt den Überschuss nach Priorität. Home Assistant eignet sich dafür, weil es die Daten aller Anlagen lokal zusammenführt – unabhängig davon, von welchem Hersteller sie stammen.

  • Messen: Zähler im Zählerschrank, Wechselrichter, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox
  • Entscheiden: Prioritäten, Prognosen, Tarife, Netzbetreiber-Signale
  • Steuern: Ladeleistung, Sollwerte der Wärmepumpe, Speicherstrategie, schaltbare Verbraucher
  • Zeigen: Energie-Dashboard mit Eigenverbrauch, Autarkie und Kosten

PV-Überschuss laden: die Wallbox folgt der Sonne

Überschussladen heißt: Die Wallbox lädt nur mit der Leistung, die gerade nicht im Haus gebraucht wird. Scheint die Sonne, steigt die Ladeleistung in Stufen; zieht eine Wolke durch, sinkt sie. Dafür muss die Wallbox ihre Leistung in Schritten ab etwa 1,4 kW (einphasig) regeln können und die Zentrale den Netzbezug am Hausanschluss kennen. Mit Phasenumschaltung wird die Bandbreite größer, und wenn Sie am nächsten Morgen sicher eine volle Batterie brauchen, legt eine Routine den Mindestladestand fest – notfalls aus dem Netz, bevorzugt in der günstigsten Tarifstunde.

Viele ältere Wallboxen können das nicht oder nur über die Cloud des Herstellers. Dann ist der Tausch gegen ein Gerät mit Lastmanagement sinnvoll – bei uns 2.390 € brutto inklusive Anbindung. Das Lastmanagement schützt zugleich den Hausanschluss, wenn Wärmepumpe und Wallbox gleichzeitig laufen.

Wärmepumpe und Speicher: Solarstrom in Wärme umwandeln

Die Wärmepumpe ist der zweite große Überschussverbraucher – mit dem Vorteil, dass Wärme sich billig speichern lässt. Mittags bei Überschuss erhöht die Zentrale den Sollwert des Warmwasserspeichers und lässt die Pufferladung früher laufen; am Abend kommt die Wärme aus dem Speicher statt aus dem Netz. Im Sommer deckt das den Warmwasserbedarf fast vollständig aus eigener Erzeugung.

Technisch gibt es drei Wege, je nach Umrüstgrad der Anlage: SG-Ready mit zwei Schaltkontakten (einfach, aber grob), EEBus oder Modbus mit Leistungsvorgabe und Rückmeldung (fein regelbar), oder die reine Freischaltung einer vorhandenen Netzwerkschnittstelle. Welchen Weg Ihre Wärmepumpe kann, klärt die Schnittstellen-Prüfung.

Ein Batteriespeicher kommt in dieselbe Logik: Die Zentrale entscheidet, ob Überschuss erst ins Auto, erst in die Wärme oder erst in die Batterie geht – abhängig von Jahreszeit und Prognose. Im Winter wird häufig die Batterie für die Abendstunden reserviert und die Wärmepumpe in Niedrigtarifzeiten gelegt.

  • Grad 1 – Schnittstelle vorhanden, Freischaltung und Parametrierung: 750 €
  • Grad 2 – Hersteller-Nachrüstmodul (Modbus-/EEBus-Gateway): 2.200 €
  • Grad 3 – Regler- oder Geräteumbau: 5.990 €

§ 14a EnWG und dynamische Tarife

Seit 2024 gelten neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW als steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG. Der Netzbetreiber darf sie bei Netzengpässen über eine Steuerbox im Zählerschrank vorübergehend auf 4,2 kW drosseln; im Gegenzug zahlen Sie reduzierte Netzentgelte. Die Steuerbox, ihre Verdrahtung und die Anbindung der Geräte sind meisterpflichtig und gehören in jede neue EMS-Planung.

Dynamische Tarife machen Strom stundenweise unterschiedlich teuer. Mit Smart Meter und EMS lädt das Auto nachts in den günstigen Stunden, der Speicher wird vor der teuren Abendspitze gefüllt, und die Wärmepumpe verschiebt Pufferladungen. Die Zentrale holt die Preise der nächsten 24 Stunden und plant den Tag im Voraus – lokal, ohne dass ein Anbieter Ihre Geräte steuert.

  • Steuerbox nach § 14a: Pflicht bei neuen Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW, dafür reduzierte Netzentgelte
  • Smart Meter als Voraussetzung für dynamische Tarife
  • Die Zentrale übersetzt Netzsignale und Preise in Fahrpläne für Wallbox, Wärmepumpe und Speicher

Das Energie-Dashboard: sehen, was wirklich passiert

Ein EMS ohne Anzeige ist eine Blackbox. Das Energie-Dashboard zeigt Erzeugung, Verbrauch, Speicherstand, Netzbezug und Einspeisung live und in Tages-, Monats- und Jahresverläufen – je Gerät. Daraus entstehen die Kennzahlen, die Sie interessieren: Eigenverbrauchsanteil, Autarkiegrad, Stromkosten je Monat, Ladekosten je 100 km.

Das Dashboard deckt Fehler auf, die sonst jahrelang unentdeckt bleiben: eine Wärmepumpe, die nachts taktet, ein Wechselrichter, der mittags abregelt, eine Zirkulationspumpe, die durchläuft. Wir richten Hinweise ein, die solche Abweichungen melden – das ist oft der Punkt, an dem sich die Investition zuerst zurückzahlt.

Kosten der Umrüstung und Förderung

Die Preise brutto, Stand Oktober 2026, verbindlich nach Schnittstellen-Prüfung (590 € netto, Vorkasse, bei Auftrag binnen 60 Tagen zur Hälfte gutgeschrieben):

Ab zwei Gewerken – hier fast immer Elektro plus Heizung – rechnen wir 15 % Bauleitung und Gewerkekoordination. Wer das EMS mit einem Heizungstausch oder einer PV-Anlage verbindet, spart Doppelwege; Termine vergeben wir nach Priorität, deshalb lohnt frühes Anfragen.

Förderung: Energiemanagement inklusive Software ist in der BEG EM Wohngebäude unter „Efficiency Smart Home“ förderfähig, ebenso Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn über einen Energieeffizienz-Experten gestellt werden; wir liefern die technische Beschreibung. Alternativ § 35a EStG: 20 % des Lohnanteils, maximal 1.200 € jährlich, unbare Zahlung – nicht mit BEG kombinierbar.

BausteinUmfangPreis brutto
Energiemanagement EFHZählerschrank-Umbau, § 14a-Steuerbox, Messung, PV-Überschuss-Logik, Dashboardab 9.500 €
Wärmepumpe anbindenGrad 1 / 2 / 3750 / 2.200 / 5.990 €
PV-Wechselrichter anbindenGrad 1 / 2390 / 1.500 €
Wallbox-Tausch mit LastmanagementGerät, Montage, Anbindung2.390 €
Klimaanlage je InnengerätGrad 1 / 2 / 3230 / 900 / 2.500 €
Routineeinfach / komplex112 / 278 €

Leistungsverzeichnis v4 der TASG GmbH, Stand 22.10.2026, brutto inkl. 19 % MwSt.

Fachlich geprüft von Martin Schneider

Geschäftsführer der TASG GmbH, Meister- und Ingenieurbetrieb, eingetragen bei der HWK Cottbus. Seit 2021 plant, baut und wartet das Team Lüftungs-, Klima- und Heizungsanlagen in Berlin und Brandenburg – vom Einfamilienhaus bis zur RLT-Anlage im Hotel.

Richtwerte sind Orientierung; verbindlich wird es nach Aufmaß. Über uns

Häufige Fragen

Was kostet ein Energiemanagementsystem fürs Einfamilienhaus?+

Das Modul Energiemanagement EFH beginnt bei 9.500 € brutto mit Zählerschrank-Umbau, § 14a-Steuerbox, Messung, PV-Überschuss-Logik und Dashboard. Dazu kommt die Anbindung der Anlagen je Umrüstgrad – Wärmepumpe 750 bis 5.990 €, PV 390 bis 1.500 €, Wallbox-Tausch 2.390 €. Verbindlich nach Schnittstellen-Prüfung.

Brauche ich eine neue Wallbox für Überschussladen?+

Nicht zwingend. Kann Ihre Wallbox die Ladeleistung in Stufen regeln und lokal angesprochen werden, binden wir sie an. Ältere Geräte ohne Schnittstelle oder mit reiner Cloud-Steuerung tauschen wir gegen ein Modell mit Lastmanagement – 2.390 € brutto inklusive Anbindung.

Was bedeutet § 14a EnWG für mich?+

Neue Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW müssen über eine Steuerbox vom Netzbetreiber drosselbar sein. Im Gegenzug sinken Ihre Netzentgelte. Die Steuerbox sitzt im Zählerschrank, ist meisterpflichtig und wird im Energiemanagement so eingebunden, dass eine Drosselung den Komfort kaum berührt.

Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?+

Mit Wallbox, Speicher oder Wärmepumpe meist ja, weil sich Verbrauch in günstige Stunden verschieben lässt. Voraussetzung sind ein Smart Meter und eine Zentrale, die Preise liest und Fahrpläne daraus macht. Ohne steuerbare Verbraucher bringt der Tarif wenig.

Funktioniert das mit meiner Wärmepumpe?+

Das hängt vom Umrüstgrad ab: Viele Geräte der letzten Jahre haben SG-Ready oder eine Modbus-/EEBus-Schnittstelle (Grad 1 oder 2). Ältere Regler brauchen einen Umbau (Grad 3). Welche Stufe zutrifft, prüfen wir vor Ort – bitte vorher keine Gateways auf Verdacht kaufen.

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Wir planen, liefern und montieren – mit verbindlichem Angebot für Berlin & Brandenburg.

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