Was kostet eine Luftwärmepumpe in der Anschaffung?
Die Kosten einer Luftwärmepumpe setzen sich aus drei Bausteinen zusammen: dem Gerät selbst, der Montage samt hydraulischer Einbindung und – je nach Ausgangslage – einzelnen Anpassungen im Bestand. Für ein typisches Einfamilienhaus liegen die Gesamtkosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive fachgerechter Installation erfahrungsgemäß zwischen rund 22.500 € und 35.000 € brutto vor Förderung. Die Spannweite erklärt sich durch Heizlast, Vorlauftemperatur, vorhandene Heizkörper oder Flächenheizung und die örtlichen Gegebenheiten.
Damit Sie nicht im Ungewissen kalkulieren, arbeiten wir mit klaren Festpreis-Paketen: Eine schlüsselfertige Luftwärmepumpe erhalten Sie bei uns ab 22.500 € brutto inklusive Montage – vor Abzug der Förderung. Welches Paket fachlich passt, hängt von Ihrem Gebäude ab. Deshalb gilt: Der verbindliche Festpreis steht nach einer Aufnahme vor Ort fest, sodass Sie keine Nachträge fürchten müssen.
Wir planen herstellerunabhängig und wählen das Gerät nach Ihrem Bedarf aus – nicht nach Lieferantenbindung. Für anspruchsvolle Anwendungen mit höheren Vorlauftemperaturen setzen wir beispielsweise auch auf Qualitätsgeräte von AERMEC, wenn es technisch die beste Lösung ist.
- Wärmepumpengerät (Außen- und Inneneinheit)
- Montage, hydraulische Einbindung und Inbetriebnahme
- ggf. Pufferspeicher, Warmwasserspeicher und Hydraulik
- ggf. Anpassung von Heizflächen und elektrischer Zuleitung
Förderung: BEG bis 70 % senkt Ihren Eigenanteil
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) macht den Heizungstausch deutlich günstiger. Über die KfW erhalten Sie als Eigentümer eines selbstgenutzten Einfamilienhauses eine Grundförderung von 30 %, einen Effizienzbonus für besonders effiziente Wärmepumpen, einen einkommensabhängigen Bonus sowie den Klimageschwindigkeits-Bonus für den Austausch alter Heizungen. In Summe sind so bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich.
Auf eine Anschaffung von beispielsweise 25.000 € brutto bedeutet das im günstigsten Fall einen Zuschuss von rund 17.500 € – Ihr Eigenanteil sinkt entsprechend. Zusätzlich lässt sich der nicht geförderte Lohnanteil über § 35a EStG geltend machen: 20 % der Lohnkosten, höchstens 1.200 € pro Jahr. Beides zusammen kombinieren Sie allerdings nicht doppelt für denselben Rechnungsanteil – wir zeigen Ihnen, welcher Weg sich für Ihren Fall rechnet.
Wichtig ist die richtige Reihenfolge: Der Förderantrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Wir unterstützen Sie bei der fachlichen Vorbereitung und liefern die technischen Nachweise, die Sie für den Antrag benötigen.
Betriebskosten – und warum eine Luftwärmepumpe mit PV besonders günstig ist
Bei den laufenden Kosten punktet die Luftwärmepumpe gegenüber Gas und Öl. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl (JAZ): Sie gibt an, wie viel Wärme die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom erzeugt. Bei einer gut geplanten Luft-Wasser-Wärmepumpe sind JAZ-Werte um 3,5 bis 4 realistisch – aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund 3,5 bis 4 Kilowattstunden Wärme. Für ein saniertes Einfamilienhaus liegen die jährlichen Stromkosten fürs Heizen damit häufig im Bereich von etwa 800 bis 1.500 €, abhängig von Wärmebedarf und Stromtarif.
Richtig günstig wird der Betrieb in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Selbst erzeugter Solarstrom kostet Sie deutlich weniger als Netzstrom, sodass ein erheblicher Teil des Heizstroms quasi vom eigenen Dach kommt. Mit passender Anlagensteuerung läuft die Wärmepumpe bevorzugt dann, wenn die PV-Anlage Strom liefert – das senkt Ihre Betriebskosten spürbar und macht Sie unabhängiger von Strompreisschwankungen.
Den größten Hebel für niedrige Betriebskosten setzen wir aber schon bei der Planung: durch korrekte Heizlastberechnung, einen hydraulischen Abgleich und eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur. Eine sauber eingeregelte Anlage spart über die Lebensdauer mehr, als jeder Vergleich von Listenpreisen vermuten lässt.

