So funktioniert die Wärmerückgewinnung
Im Wärmetauscher strömen warme Abluft und kalte Zuluft in getrennten Kanälen aneinander vorbei. Über die dünnen Trennwände geht die Wärme von der Abluft auf die Zuluft über – die Luftströme bleiben hygienisch getrennt. So gelangt im Winter vorgewärmte Frischluft ins Haus, statt eiskalter Außenluft.
Der Wirkungsgrad – also wie viel Wärme zurückgewonnen wird – liegt bei guten Geräten zwischen 80 und 90 %. Das senkt die Lüftungswärmeverluste drastisch gegenüber der Fensterlüftung, bei der die Wärme einfach nach draußen entweicht.
- Wirkungsgrad moderner Geräte: ~80–90 %
- Ab- und Zuluft bleiben hygienisch getrennt
- Vorgewärmte Frischluft im Winter – kein Zugluftgefühl
Kreuzstrom oder Enthalpie – die Bauarten
Beim Kreuz- bzw. Gegenstrom-Wärmetauscher wird nur Wärme übertragen. Ein Enthalpie-Wärmetauscher gibt zusätzlich einen Teil der Feuchte zurück an die Zuluft – das hält die Raumluft im Winter angenehmer und beugt zu trockener Luft vor. Welche Bauart sinnvoll ist, hängt vom Gebäude und Nutzerwunsch ab.
- Kreuz-/Gegenstrom: überträgt Wärme, höchster Temperatur-Wirkungsgrad
- Enthalpie: gewinnt auch Feuchte zurück – angenehmeres Winterklima
- Bypass für sommerliche Nachtkühlung meist integriert

