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TASG Haustechnik
Sanitär · Wissen

Enthärtungsanlage: Kalkschutz für hartes Wasser in Berlin und Brandenburg

Hartes Wasser ist in Berlin und Brandenburg weit verbreitet und hinterlässt überall Kalk: an Armaturen, in Leitungen, im Warmwasserspeicher und in der Heizung. Eine Enthärtungsanlage entzieht dem Trinkwasser die kalkbildenden Härtebildner und schützt so Ihre Geräte zuverlässig. Wir von TASG Haustechnik erklären Ihnen herstellerunabhängig, wie die Technik funktioniert, was sie bringt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

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Hartes Wasser und Kalk: Warum eine Enthärtungsanlage sinnvoll ist

Die Wasserhärte beschreibt, wie viel Calcium und Magnesium im Trinkwasser gelöst sind. Gemessen wird sie in Grad deutscher Härte (°dH). Ab etwa 14 °dH spricht man vom Härtebereich hart. In weiten Teilen Berlins und Brandenburgs liegt das Leitungswasser genau in diesem Bereich oder darüber. Welcher Wert bei Ihnen anliegt, können Sie beim örtlichen Wasserversorger erfragen oder direkt vor Ort messen lassen.

Hartes Wasser ist gesundheitlich unbedenklich, technisch aber ein Dauerproblem. Bei jeder Erwärmung fällt der gelöste Kalk aus und setzt sich als feste Schicht ab. Schon eine wenige Millimeter dünne Kalkschicht auf einem Heizstab oder Wärmetauscher erhöht den Energieverbrauch spürbar, weil die Wärme schlechter übertragen wird. Eine Enthärtungsanlage setzt genau hier an und entzieht dem Wasser die Härtebildner, bevor sie Schaden anrichten können.

  • Weniger Kalk an Armaturen, Duschköpfen und Fliesen
  • Längere Lebensdauer von Waschmaschine, Geschirrspüler und Kaffeevollautomat
  • Geschützte Warmwasserbereitung und Heizungsanlage
  • Niedrigerer Verbrauch an Wasch- und Reinigungsmitteln
  • Weicheres Wasser auf Haut und Haaren

So funktioniert eine Enthärtungsanlage: Ionentausch erklärt

Die mit Abstand häufigste Technik ist der Ionenaustausch. Das harte Wasser durchströmt einen Behälter mit kleinen Kunstharzkügelchen, dem sogenannten Ionentauscherharz. An diesem Harz haften Natrium-Ionen. Beim Durchströmen tauscht das Harz die kalkbildenden Calcium- und Magnesium-Ionen gegen die harmlosen Natrium-Ionen aus. Das Wasser, das die Anlage verlässt, ist dadurch deutlich weicher und bildet kaum noch Kalk.

Ist das Harz mit Härtebildnern gesättigt, regeneriert sich die Anlage automatisch. Dazu wird das Harz mit einer Salzsole gespült, die die gebundenen Kalk-Ionen ablöst und ins Abwasser leitet. Anschließend ist das Harz wieder einsatzbereit. Aus diesem Grund benötigt jede klassische Enthärtungsanlage regelmäßig Regeneriersalz, das Sie als handelsübliche Salztabletten nachfüllen.

Moderne Anlagen arbeiten mengengesteuert: Sie regenerieren nicht starr nach Zeit, sondern nach tatsächlichem Wasserverbrauch. Das spart Salz, Wasser und Energie. Damit das Wasser nicht völlig entkalkt und damit korrosiv wird, mischt eine Verschneideeinrichtung dem weichen Wasser etwas hartes Rohwasser bei und stellt so eine sinnvolle Resthärte von rund 8 °dH ein. So bleibt das Trinkwasser ausgewogen und leitungsschonend.

Nutzen für Heizung und Geräte sowie Wartung

Besonders profitieren die warmwasserführenden Komponenten Ihres Hauses. Warmwasserspeicher, Durchlauferhitzer, Wärmetauscher und Heizstäbe bleiben frei von Kalkbelägen und arbeiten dauerhaft effizient. Auch eine moderne Wärmepumpe mit Warmwasserbereitung sowie hochwertige Kühl- und Klimakomponenten, etwa von Herstellern wie AERMEC, danken es Ihnen mit stabiler Leistung und längerer Lebensdauer.

Eine Enthärtungsanlage ist Trinkwassertechnik und unterliegt damit hygienischen Anforderungen. Sie sollte einmal jährlich gewartet werden. Dabei prüft der Fachbetrieb Resthärte, Soleventil, Funktion der Steuerung und Hygiene und tauscht bei Bedarf Verschleißteile. Den Salzvorrat füllen Sie selbst nach, je nach Wasserverbrauch und Härte etwa alle ein bis drei Monate. Die Erstinbetriebnahme und die jährliche Wartung gehören in fachkundige Hände, denn nur eine korrekt eingestellte und gepflegte Anlage liefert dauerhaft die gewünschte Resthärte und bleibt hygienisch einwandfrei.

Die Kosten hängen von Hausgröße, Wasserverbrauch und der gewünschten Anlagenklasse ab. Für ein Einfamilienhaus liegt eine fachgerecht installierte Enthärtungsanlage erfahrungsgemäß im Bereich einiger Tausend Euro inklusive Montage. Da Leitungsführung, Abwasseranschluss und Resthärtevorgaben in jedem Haus anders sind, nennen wir Ihnen einen verbindlichen Festpreis nach Aufnahme vor Ort. Übrigens: Die reinen Lohnkosten einer Handwerkerleistung im Haushalt können Sie nach § 35a EStG mit 20 Prozent, maximal 1.200 Euro pro Jahr, von der Steuer absetzen.

Häufige Fragen

Macht eine Enthärtungsanlage das Trinkwasser ungesund?+

Nein. Beim Ionenaustausch werden Calcium und Magnesium gegen geringe Mengen Natrium getauscht, das Wasser bleibt einwandfreies Trinkwasser. Durch die Verschneidung wird zudem eine sinnvolle Resthärte von rund 8 °dH eingestellt, sodass das Wasser ausgewogen und leitungsschonend bleibt.

Wie viel Salz verbraucht eine Enthärtungsanlage?+

Das hängt von Wasserhärte und Verbrauch ab. In einem typischen Einfamilienhaus müssen Sie etwa alle ein bis drei Monate handelsübliche Salztabletten nachfüllen. Moderne, mengengesteuerte Anlagen regenerieren bedarfsabhängig und gehen besonders sparsam mit Salz und Wasser um.

Lohnt sich eine Enthärtungsanlage trotz der Anschaffungskosten?+

In Regionen mit hartem Wasser wie Berlin und Brandenburg meist ja. Sie sparen bei Reinigungsmitteln und Energie, verlängern die Lebensdauer von Heizung, Warmwasserspeicher und Haushaltsgeräten und reduzieren Reparaturen durch Verkalkung. Die ersparten Folgekosten gleichen die Investition über die Jahre oft aus.

Wie oft muss eine Enthärtungsanlage gewartet werden?+

Als Trinkwasseranlage sollte sie einmal jährlich durch einen Fachbetrieb gewartet werden. Dabei werden Resthärte, Steuerung, Soleventil und Hygiene geprüft. Den Salzvorrat füllen Sie zwischendurch selbst nach. Gern übernehmen wir Inbetriebnahme und Wartung für Sie.

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