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TASG Haustechnik
Sanitär · Wissen

Warmwasserspeicher: Funktion, Größe und die richtige Wahl

Ein Warmwasserspeicher hält bevorratetes Trinkwasser zuverlässig auf Temperatur und sorgt dafür, dass an jeder Zapfstelle sofort warmes Wasser ankommt. In diesem Ratgeber erklären wir herstellerunabhängig, wie ein Warmwasserspeicher funktioniert, welche Größe in Litern zu Ihrem Haushalt passt und wann sich ein Speicher gegenüber dem Durchlauferhitzer lohnt. Als TGA-Meisterbetrieb für Berlin und Brandenburg planen wir Ihre Lösung passgenau und bieten Ihnen einen klaren Festpreis nach Aufnahme vor Ort.

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Wie ein Warmwasserspeicher funktioniert und welche Größe passt

Ein Warmwasserspeicher – häufig auch Trinkwasserspeicher oder Warmwasserbereiter genannt – erwärmt Frischwasser und hält es in einem isolierten Behälter auf Temperatur, meist zwischen 55 und 60 Grad Celsius. Die Wärme stammt aus Ihrem Wärmeerzeuger, etwa einer Wärmepumpe, einem Gas-Brennwertgerät oder einer Solaranlage, und wird über einen innen liegenden Wärmetauscher (Heizschlange) oder direkt elektrisch an das Trinkwasser übertragen. Der entscheidende Vorteil: Sie haben jederzeit eine bevorratete Menge warmes Wasser parat und können auch mehrere Zapfstellen gleichzeitig versorgen, ohne dass die Temperatur einbricht.

Die richtige Speichergröße hängt vor allem von der Personenzahl und dem Komfortanspruch ab. Als Faustwert rechnet man mit rund 30 bis 50 Litern Warmwasserbedarf pro Person und Tag. Wir empfehlen die Dimensionierung in der Praxis nach Haushaltsgröße und Spitzenbedarf, etwa wenn morgens mehrere Personen kurz nacheinander duschen.

Bei der Auslegung gilt: Ein zu kleiner Speicher führt zu kaltem Wasser zur Unzeit, ein zu großer kostet unnötig Energie für die ständige Bereithaltung und begünstigt bei zu niedriger Temperatur Hygieneprobleme. Die genaue Größe ermitteln wir bei der Aufnahme vor Ort anhand Ihrer realen Nutzung.

  • 1–2 Personen: etwa 80–120 Liter
  • 3–4 Personen: etwa 150–200 Liter
  • 5 Personen und mehr: 250–400 Liter, ggf. mit Zirkulation
  • Mit Solar oder Wärmepumpe: meist eine Stufe größer wählen, um Pufferwirkung zu nutzen

Warmwasserspeicher oder Durchlauferhitzer – was ist sinnvoller?

Die Alternative zum Speicher ist der Durchlauferhitzer, der das Wasser erst im Moment der Entnahme erwärmt und nichts bevorratet. Welche Lösung besser passt, hängt von Ihrem Verbrauch, der vorhandenen Wärmequelle und der Elektroinstallation ab – pauschal ist keine Variante überlegen.

Ein Durchlauferhitzer punktet, wenn nur eine einzelne Zapfstelle weit entfernt vom Wärmeerzeuger liegt, etwa ein Gäste-WC, oder wenn der Warmwasserbedarf insgesamt gering und unregelmäßig ist. Es entstehen keine Bereitschaftsverluste, weil kein Wasser warmgehalten wird. Allerdings benötigen leistungsstarke elektrische Durchlauferhitzer einen kräftigen Starkstromanschluss und erzeugen Warmwasser zum vergleichsweise teuren Strompreis.

Ein Warmwasserspeicher ist meist die wirtschaftlichere Wahl, sobald mehrere Zapfstellen versorgt werden und ohnehin ein Heizsystem wie Wärmepumpe, Brennwertkessel oder Solarthermie vorhanden ist. Dann wird das Wasser mit der günstigen Wärme des Heizsystems erwärmt statt mit teurem Strom. Für die meisten Ein- und Mehrpersonenhaushalte mit zentraler Heizung ist der Speicher daher die solide Standardlösung.

Kombination mit Wärmepumpe und Solar – und der Legionellenschutz

Besonders effizient wird die Warmwasserbereitung in Kombination mit einer Wärmepumpe. Hier kommen entweder ein größerer Trinkwasserspeicher mit eigenem Wärmetauscher oder eine kompakte Warmwasser-Wärmepumpe (Brauchwasser-Wärmepumpe) zum Einsatz, die der Umgebungsluft Wärme entzieht. Da Wärmepumpen mit moderaten Vorlauftemperaturen am effizientesten arbeiten, ist eine ausreichend große Speicheroberfläche wichtig – wir legen den Speicher passend zur jeweiligen Wärmepumpe aus, herstellerunabhängig und beispielsweise auch mit Geräten von AERMEC.

Auch Solarthermie lässt sich hervorragend einbinden. Hierfür eignet sich ein bivalenter Speicher mit zwei Wärmetauschern: Der untere nimmt die Sonnenwärme auf, der obere stellt über die Heizung die Nachheizung sicher, wenn die Sonne nicht reicht. So decken Sie im Sommer einen großen Teil des Warmwasserbedarfs kostenlos über das Dach.

Wichtig bei jedem bevorrateten Warmwasser ist der Legionellenschutz. Legionellen vermehren sich vor allem im lauwarmen Bereich. Deshalb sollte der Speicher regelmäßig auf mindestens 60 Grad Celsius erwärmt werden; viele Wärmeerzeuger bieten dafür ein automatisches Legionellenschutzprogramm. In Mehrfamilienhäusern gelten zudem die Vorgaben der Trinkwasserverordnung mit den bekannten 3-Liter- und 60/55-Grad-Regeln. Wir berücksichtigen den Hygieneschutz von Anfang an in der Planung.

Der Austausch oder die Neuinstallation eines Warmwasserspeichers im Zuge eines Heizungstausches kann über die BEG-Heizungsförderung gefördert werden – je nach Konstellation mit bis zu 70 Prozent Zuschuss. Alternativ lassen sich die Lohnkosten der Montage über § 35a EStG mit 20 Prozent, maximal 1.200 Euro pro Jahr, steuerlich absetzen. Gern prüfen wir Ihre Fördermöglichkeiten und unterbreiten Ihnen ein konkretes Festpreis-Angebot nach Aufnahme vor Ort.

Häufige Fragen

Welche Größe sollte mein Warmwasserspeicher haben?+

Als Orientierung rechnet man mit 30–50 Litern Warmwasser pro Person und Tag. Für einen 3–4-Personen-Haushalt sind das meist 150–200 Liter. In Kombination mit Solar oder Wärmepumpe wählt man den Speicher oft eine Stufe größer, um die Pufferwirkung zu nutzen. Die exakte Größe legen wir bei der Aufnahme vor Ort anhand Ihres tatsächlichen Bedarfs fest.

Lohnt sich ein Warmwasserspeicher oder ein Durchlauferhitzer mehr?+

Ein Durchlauferhitzer eignet sich für einzelne, selten genutzte Zapfstellen ohne nahe Wärmequelle. Sobald mehrere Zapfstellen versorgt werden und eine zentrale Heizung wie Wärmepumpe oder Brennwertkessel vorhanden ist, ist der Warmwasserspeicher meist günstiger, weil das Wasser mit Heizwärme statt teurem Strom erwärmt wird.

Wie schütze ich einen Warmwasserspeicher vor Legionellen?+

Legionellen vermehren sich im lauwarmen Wasser. Halten Sie das Speicherwasser regelmäßig auf mindestens 60 Grad Celsius; viele Wärmeerzeuger haben dafür ein automatisches Legionellenschutzprogramm. In Mehrfamilienhäusern gelten zusätzlich die Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Wir berücksichtigen den Hygieneschutz bereits in der Planung.

Wird der Warmwasserspeicher gefördert?+

Ja, im Rahmen eines Heizungstausches kann die BEG-Heizungsförderung greifen, je nach Fall mit bis zu 70 Prozent Zuschuss. Alternativ sind die Montage-Lohnkosten über § 35a EStG mit 20 Prozent, maximal 1.200 Euro pro Jahr, absetzbar. Wir prüfen Ihre Fördermöglichkeiten und nennen Ihnen einen Festpreis nach Aufnahme.

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