Meister- und Ingenieurbetrieb, eingetragen bei der HWK Cottbus · Berlin & Brandenburg Angebots-Anfrage
TASG Haustechnik
Heizung · Wissen

Wärmepumpe Stromverbrauch: Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Jahr, pro Tag im Winter und was kostet das?

Ein Einfamilienhaus mit 150 m² und 15.000 bis 20.000 kWh Heizwärmebedarf braucht mit einer Wärmepumpe 4.000 bis 6.000 kWh Strom im Jahr. Bei einem Wärmepumpenstromtarif von 20 bis 28 Cent je Kilowattstunde sind das 800 bis 1.700 € Stromkosten, deutlich weniger als die 2.200 bis 2.800 € für die gleiche Wärme aus Gas. Der Verbrauch hängt an einer einzigen Kennzahl, der Jahresarbeitszahl: Sie liegt in der Praxis zwischen 3,0 und 4,5. Wir zeigen den Rechenweg, Richtwerte nach Hausgröße und Baujahr, den Verbrauch an einem kalten Wintertag und wie Sie mit Tarif, separatem Zähler und Photovoltaik die Kosten senken.

TGA-Meister Heizung

Preis-Anker (brutto, vor Förderung)

  • Brauchwasser-Wärmepumpeab 4.200 €
  • Heizen mit Klimaanlageab 6.325 €
  • Wärmepumpeab 22.500 €
Bis zu 70 % Förderung berechnen

So berechnen Sie den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe

Der Rechenweg ist einfach: Heizwärmebedarf in Kilowattstunden geteilt durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) ergibt den Stromverbrauch. Den Heizwärmebedarf lesen Sie aus Ihrer bisherigen Gas- oder Ölabrechnung ab: Gasverbrauch in kWh mal 0,9 (Kesselwirkungsgrad), bei Öl Liter mal 10 kWh mal 0,85. Wer bisher 2.000 Liter Öl verbraucht hat, hatte rund 17.000 kWh Wärmebedarf. Dazu kommt Warmwasser mit etwa 600 bis 800 kWh je Person und Jahr.

Beispiel: 17.000 kWh Heizwärme plus 2.500 kWh Warmwasser sind 19.500 kWh Wärme. Mit einer JAZ von 3,5 sind das 5.570 kWh Strom im Jahr. Bei 24 Cent je Kilowattstunde im Wärmepumpentarif ergibt das rund 1.340 € jährlich. Mit Fußbodenheizung und JAZ 4,2 wären es 4.640 kWh und 1.115 €. Die JAZ ist also der größte Hebel, und sie wird bei der Planung festgelegt, nicht beim Stromanbieter.

Stromverbrauch Wärmepumpe nach Hausgröße und Baujahr

Die folgende Tabelle zeigt Richtwerte für Luft/Wasser-Wärmepumpen, wie wir sie in Berlin und Brandenburg planen. Die Spanne entsteht durch Dämmstandard, Vorlauftemperatur und Nutzerverhalten. Für die genaue Zahl berechnen wir die Heizlast raumweise nach DIN EN 12831 und ermitteln die erreichbare Vorlauftemperatur aus den vorhandenen Heizflächen.

GebäudeWärmebedarf Heizung + WarmwasserRealistische JAZStromverbrauch pro JahrStromkosten bei 24 ct/kWh
Neubau 150 m², Fußbodenheizung, KfW 40/558.000 bis 10.000 kWh4,0 bis 4,51.900 bis 2.500 kWh460 bis 600 €
Saniertes Haus 1990 bis 2010, 150 m², Heizkörper12.000 bis 15.000 kWh3,5 bis 4,03.000 bis 4.300 kWh720 bis 1.030 €
Bestand 1970 bis 1990, 150 m², Heizkörper, Fenster erneuert15.000 bis 20.000 kWh3,0 bis 3,84.000 bis 6.000 kWh960 bis 1.440 €
Altbau vor 1970, 200 m², teilsaniert, Heizkörper22.000 bis 30.000 kWh2,8 bis 3,36.700 bis 10.700 kWh1.600 bis 2.570 €

Richtwerte aus unseren Heizlastberechnungen 2025/2026; Strompreis 24 ct/kWh als mittlerer Wärmepumpentarif Stand 2026. Verbindlich ist die Berechnung für Ihr Gebäude.

Wärmepumpe Stromverbrauch pro Tag im Winter

Im Winter verteilt sich der Jahresverbrauch sehr ungleich. Ein Einfamilienhaus mit 10 kW Heizlast braucht an einem milden Dezembertag mit 5 °C rund 15 bis 25 kWh Strom. An einem kalten Tag mit −5 bis −10 °C steigt der Bedarf auf 30 bis 60 kWh, weil gleichzeitig der Wärmebedarf wächst und der COP auf etwa 2,2 bis 2,8 sinkt. Im Sommer bleiben nur 2 bis 4 kWh am Tag für Warmwasser.

50 kWh an einem Frosttag sind bei einem Bestandshaus normal und entsprechen 12 € Stromkosten.

JAZ, COP und Wirkungsgrad: was die Zahlen bedeuten

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird nicht in Prozent, sondern als Leistungszahl angegeben, weil er über 100 Prozent liegt. Der COP ist der Laborwert für einen festen Betriebspunkt: Bei A7/W35 (7 °C Außenluft, 35 °C Vorlauf) erreichen unsere Monoblocks 4,5 bis 5, bei A−7/W55 noch 2,2 bis 2,8. Die Jahresarbeitszahl ist der reale Mittelwert über zwölf Monate inklusive Warmwasser, Abtauung, Umwälzpumpe und Heizstab. Feldmessungen zeigen für Bestandsgebäude mit Heizkörpern 3,0 bis 3,8, für Neubauten mit Fußbodenheizung 4,0 bis 4,5.

  • Vorlauftemperatur: jedes Grad weniger senkt den Stromverbrauch um rund 2,5 Prozent; 45 statt 55 °C sparen etwa 20 bis 25 Prozent
  • Warmwassertemperatur: 50 statt 60 °C im Speicher spart 5 bis 10 Prozent des Warmwasserstroms, die thermische Desinfektion übernimmt der Heizstab einmal pro Woche
  • Hydraulischer Abgleich und flache Heizkurve: 10 bis 15 Prozent Unterschied bei gleicher Anlage

Stromtarif Wärmepumpe: separater Zähler und § 14a EnWG

Für Wärmepumpen gibt es eigene Stromtarife, die 2026 je nach Anbieter bei etwa 20 bis 28 Cent je Kilowattstunde liegen, während Haushaltsstrom 30 bis 38 Cent kostet. Voraussetzung ist ein separater Zähler für die Wärmepumpe, entweder als zweiter Zählerplatz im Zählerschrank oder als Kaskadenmessung hinter dem Hauptzähler; ein nötiger neuer Zählerschrank ist förderfähig.

Der günstigere Preis kommt vor allem aus reduzierten Netzentgelten nach § 14a EnWG. Dafür muss die Wärmepumpe als steuerbare Verbrauchseinrichtung beim Netzbetreiber angemeldet sein und darf im Netzengpass kurzzeitig auf 4,2 kW gedrosselt werden. Zur Wahl stehen Modul 1 mit einer pauschalen Netzentgelt-Reduzierung von je nach Netzgebiet grob 100 bis 200 € im Jahr und Modul 2 mit einem um rund 60 Prozent reduzierten Arbeitspreis beim Netzentgelt, das sich bei hohem Verbrauch mehr lohnt. Wir übernehmen die Anmeldung bei Stromnetz Berlin oder E.DIS und binden die Steuerbox an.

Stromvergleich: Wärmepumpe mit Photovoltaik und gegen Gas

Eine Photovoltaikanlage deckt im Jahresmittel 25 bis 40 Prozent des Wärmepumpenstroms, im Winter wenig, in der Übergangszeit und beim Warmwasser viel. Eigener Solarstrom kostet 8 bis 12 Cent je Kilowattstunde und ersetzt Netzstrom für 24 Cent. Bei 5.500 kWh Jahresverbrauch sparen Sie so 300 bis 500 € jährlich.

Im Vergleich zu Gas rechnet sich die Wärmepumpe schon ohne PV: 19.500 kWh Wärme kosten mit Gas bei 11 bis 14 Cent je Kilowattstunde inklusive CO2-Preis und Kesselverlusten 2.400 bis 3.000 € im Jahr, mit der Wärmepumpe bei JAZ 3,5 und 24 Cent rund 1.340 €. Ab 2027 wird der CO2-Preis über den europäischen Emissionshandel gebildet und ist nicht mehr fix, die Richtung zeigt nach oben. Dazu kommen beim Gas Grundpreis, Schornsteinfeger und Wartung.

Energieträger für 19.500 kWh WärmePreis je kWh EndenergieVerbrauch EndenergieEnergiekosten pro Jahr
Wärmepumpe JAZ 3,5, Wärmepumpentarif24 ct5.570 kWh Stromca. 1.340 €
Wärmepumpe JAZ 4,2 mit 35 % PV-Eigenstrom24 ct / 10 ct4.640 kWh Stromca. 880 €
Gas-Brennwert, Wirkungsgrad 92 %12 ct inkl. CO2-Preis21.200 kWh Gasca. 2.540 € plus Grundpreis

Richtwerte Stand 2026 für Berlin und Brandenburg; Energiepreise schwanken, der CO2-Preis wird ab 2027 am Markt gebildet.

Sieben Tipps, um den Stromverbrauch der Wärmepumpe zu senken

Die meisten Einsparungen kosten nichts, sondern nur eine Einstellung. Nach der ersten Heizperiode justieren wir die Heizkurve nach.

  • Heizkurve absenken, bis der kälteste Raum gerade noch warm wird; Thermostate voll öffnen und die Regelung arbeiten lassen
  • Warmwasser auf 48 bis 52 °C begrenzen, Zirkulationspumpe nur zu festen Zeiten laufen lassen
  • Zwei bis vier Heizkörper vergrößern, wenn sie den Vorlauf nach oben treiben, Richtwert 650 bis 1.100 € je Stück montiert
  • Wärmepumpentarif mit separatem Zähler und § 14a-Anmeldung nutzen
  • Jährliche Wartung: saubere Verdampferlamellen halten die JAZ stabil

Fachlich geprüft von Martin Schneider

Geschäftsführer der TASG GmbH, Meister- und Ingenieurbetrieb, eingetragen bei der HWK Cottbus. Seit 2021 plant, baut und wartet das Team Lüftungs-, Klima- und Heizungsanlagen in Berlin und Brandenburg – vom Einfamilienhaus bis zur RLT-Anlage im Hotel.

Richtwerte sind Orientierung; verbindlich wird es nach Aufmaß. Über uns

Häufige Fragen

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe im Einfamilienhaus?+

Ein Haus mit 150 m² und 15.000 bis 20.000 kWh Wärmebedarf braucht 4.000 bis 6.000 kWh Strom im Jahr, ein Neubau mit Fußbodenheizung 1.900 bis 2.500 kWh, ein teilsanierter Altbau mit 200 m² bis 10.000 kWh. Entscheidend ist die Jahresarbeitszahl zwischen 3,0 und 4,5.

Wie viel Strom verbraucht eine Wärmepumpe pro Tag im Winter?+

An milden Wintertagen 15 bis 25 kWh, an kalten Tagen mit −5 bis −10 °C 30 bis 60 kWh für ein Einfamilienhaus mit 10 kW Heizlast. Im Sommer sind es nur 2 bis 4 kWh am Tag für Warmwasser.

Was kostet der Strom für eine Wärmepumpe im Jahr?+

Bei 5.500 kWh und einem Wärmepumpentarif von 20 bis 28 Cent sind das 1.100 bis 1.540 € jährlich. Mit Photovoltaik sinken die Kosten um 300 bis 500 €, ohne separaten Zähler im Haushaltstarif steigen sie um rund 500 €.

Lohnt sich ein Wärmepumpenstromtarif?+

Ja, ab etwa 3.000 kWh Jahresverbrauch. Der Tarif ist 2026 rund 8 bis 12 Cent günstiger als Haushaltsstrom, braucht aber einen separaten Zähler und die Anmeldung als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG. Die Netzentgelt-Reduzierung gibt es pauschal (Modul 1) oder als reduzierten Arbeitspreis (Modul 2).

Was ist eine gute Jahresarbeitszahl?+

Im Bestand mit Heizkörpern 3,0 bis 3,8, mit Fußbodenheizung 4,0 bis 4,5. Für die BEG-Förderung sind rechnerisch mindestens 3,0 nötig.

Ist eine Wärmepumpe im Betrieb günstiger als Gas?+

Ja. Für 19.500 kWh Wärme zahlen Sie mit Wärmepumpe im Wärmepumpentarif rund 1.340 €, mit Gas-Brennwert inklusive CO2-Preis rund 2.540 € plus Grundpreis. Ab 2027 wird der CO2-Preis über den europäischen Emissionshandel gebildet, der Abstand dürfte eher wachsen.

Komplettpaket-Angebot vom TGA-Meisterbetrieb

Wir planen, liefern und montieren – mit verbindlichem Angebot für Berlin & Brandenburg.

TGA-Meister von TASG HaustechnikMeister- und Ingenieurbetrieb, eingetragen bei der HWK Cottbus

Ihr Meister- & Ingenieurbetrieb

Eingetragen bei der HWK Cottbus · Berlin & Brandenburg

MeisterFachbetrieb HWK
ab-Preisetransparent
bis 70 %BEG-Förderung
§35aLohn absetzbar
B + BBregional vor Ort
Wartung& Service